Kontakt

Bundesverband der
Friedrich-Bödecker-Kreise e.V.

Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
Geschäftsführer:
Dr. Karsten Steinmetz
Verwaltung:

Tel.: 0391/2445169
Fax: 0391/2445170
E-Mail: bgf.boedecker@gmail.com

Landesverbände

Achtung! Autorenbegegnungen fördern die Leselust.

„Internet, Multimedia, Fernsehen:  wo ist da noch Platz für Literatur?“

Das Lesen ist und bleibt die wichtigste Kulturtechnik. Für jeden gibt es ein Buch, das ihn fesselt, ermuntert, tröstet und glücklich macht. Wir bringen Autorinnen und Autoren, Schülerinnen und Schüler zusammen und schaffen dadurch eine neue Leserschaft und mehr Interesse für Bücher.

Autorenbegegnungen wirken nachhaltig.

Sie öffnen Augen und Ohren, fördern die Fantasie und machen Bücher als etwas Lebendiges erfahrbar. Das Literatur-Live-Erlebnis fasziniert Kinder und Jugendliche und inspiriert die Unterrichtenden.
Lesen Sie Einzelheiten unter: Lebendige Literatur

Jede Lesung ist etwas Besonderes.

Unsere Autorinnen und Autoren kommen zu Ihnen in die Schule oder Bibliothek zu Ihrem Projekt oder Ihrer Schreibwerkstattt und lesen aus ihren Büchern vor. Wir finden für jede Altersstufe das Richtige. Damit Ihre Veranstaltung ein voller Erfolg wird, beraten wir Sie bei der Vorbereitung. Gerne greifen wir Themen auf, die Ihren Schülerinnen und Schülern oder Ihnen momentan besonders wichtig sind.

Bei jeder Autorenbegegnung beantworten die Autoren Fragen und berichten von ihren Erfahrungen beim Schreiben. So rundet sich das Bild vom Autor – Geschriebenes und Gelebtes verschmelzen. Damit wirklich alle einbezogen werden, nehmen höchstens 50 Kinder oder Jugendliche an einer Lesung teil.

Förderung

Der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. wird gefördert vom:

Bündnisse für Bildung

„Autorenpatenschaften – Literatur lesen und schreiben mit Profis" - Eine Initiative des Bundesverbandes der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. 

   www.boedecker-buendnisse.de

 

LYRIX - Bundeswettbewerb für junge lyrik 

Seit 2008 kooperieren der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e. V. und lyrix e. V. regelmäßig miteinander und organisieren Schreibwerkstätten für Jugendlich, u.a. das Sonderprojekt "Krieg und Frieden" im Jahr 2013.

www.bundeswettbewerb-lyrix.de

 

 

 

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Aktuell:

Magdeburg, 7. Dezember 2017

  

Ministerpräsident Haseloff bei Abschlussveranstaltung „Autorenpatenschaften“ in Wittenberg

 

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff nimmt Samstag, 9. Dezember 2017, 15.00 Uhr, im Refektorium des Lutherhauses, Collegienstraße 54, 06886 Lutherstadt Wittenberg,an der Abschlussveranstaltung „Autorenpatenschaften – lesen und schreiben mit Profis“ teil und wird an die Anwesenden ein Grußwort richten.

 

Das durch den Friedrich-Bödecker-Kreis initiierte Projekt ist Teil des Großprojektes „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“, das über fünf Jahre hinweg durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Ziel ist es, benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 10 Jahren an das Lesen und Schreiben von Texten heranzuführen.

 

Kultur bildet. Das Portal für kulturelle Bildung (04.12.2017)

http://www.kultur-bildet.de/artikel/projekt-der-woche-196-rezensionsband-der-autorenpatenschaften

Projekt der Woche #196: Rezensionsband der Autorenpatenschaften

Als Initiative im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gründete der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise deutschlandweit lokale „Bündnisse für Bildung“ (http://www.boedecker-buendnisse.de/). Die „Autorenpatenschaften“ organisierten: Professionelle Kinder- und Jugendbuchautoren führten 8- bis 18-Jährige an das Lesen und Schreiben literarischer Texte heran, Heranwachsende entdeckten mit Hilfe von professionell Schreibenden neue Ausdrucksformen und erschlossen sich einen neuen Erfahrungshorizont. Vor allem bei Autorenbegegnungen und in Schreibwerkstätten entwickelten die Teilnehmer/-innen eigene Texte, welche unter Anleitung der Autoren/-innen in einem intensiven Entstehungs- und Wandlungsprozess diskutiert, bearbeitet und vorgetragen wurden. Am Ende jeder Autorenpatenschaft gibt schließlich eine Publikation Einblicke in das jeweilige, gemeinsame Projektjahr – nicht zuletzt, um zur Nachahmung anzuregen.

Seit Beginn des Autorenpatenschaften-Projekts 2013 sind bereits 29 Publikationen im Mitteldeutschen Verlag erschienen (Link: http://www.mitteldeutscherverlag.de/component/virtuemart/search?keyword=autorenpatenschaften&limitstart=0&option=com_virtuemart&view=category&virtuemart_category_id=0)

Am 9. Dezember 2017 wird in Wittenberg nun der 30. Band dieser Reihe im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vorgestellt und er ist Ergebnis einer besonderen Autorenpatenschaft: Mit dem abschließenden Band 30 kommt nun noch eine besondere Sicht auf die in den „Autorenpatenschaften“ entstandenen Texten hinzu, denn Schülerinnen und Schüler rezensierten die anderen 29 Autorenpatenschaftsbücher, äußerten ihre Meinung zu all dem, was Gleichaltrige schrieben.

Das Buch ist online bereits hier zu finden: http://www.boedecker-buendnisse.de/mediapool/140/1409567/data/Autoren_Schluss_ORIGINAL_ML_NEU_1_.pdf

Jürgen Jankofsky – in der Doppelfunktion als Autorenpate dieses 30. Bandes und Koordinator des Autorenpatenschaften-Programms des FBK – wurde von Ulrike Plüschke von der „Kultur bildet.“-Redaktion befragt.

 

Herr Jankofsky, würden Sie kurz beschreiben, wer an dieser Autorenpatenschaft beteiligt war und wie die Idee entstanden ist, einen Rezensionsband zu den vorherigen 29 Publikationen zu veröffentlichen.

Wann immer ich in den letzten 5 Jahren in der Bundesrepublik unterwegs war, um Schreibwerkstätten oder Buchpremieren im Rahmen unserer „Autorenpatenschaften“ zu besuchen, erlebte ich Schüler allen Alters, die nicht nur konzentriert an ihren Texten arbeiteten und diese überzeugend vortrugen, sondern zudem auch interessiert und gewissenhaft Texte anderer schreibender Schüler diskutierten, Und keinesfalls nur die der eigenen Altersklasse! Wer schreibt, entwickelt offenbar auch einen Sinn dafür, wie hilfreich und wichtig Text-Kritik fürs Weiterschreiben sein kann. Ich begriff, dass dieser Part ein bedeutender Bestandteil unseres Gesamtprojektes ist, der aber bislang nicht sichtbar wurde. So entschloss ich mich, die Arbeit dieser 5 Bündnis-Jahre nicht nur selbst zu resümieren, sondern (quasi als“ Wahrheitsbeweis“) Heranwachsende darüber urteilen zu lassen, was andere Heranwachsende mit Hilfe von AutorenpatI*nnen zu Papier brachten. Hierbei konnte ich mein Netzwerk zu schreibenden Schülern vor allem in Sachsen-Anhalt nutzen und baute so eine „Rezensions-Werkstatt“ auf. In verschiedenen Gruppen beteiligten sich dann Achtjährige ebenso wie Vierzehn- oder Achtzehnjährige. Mädchen vor allem.

Wichtig auch: dass sich Prof. Dr. Michael Ritter, Erziehungswissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter des (weltweit einzigen) Archivs für Kindertexte, mit resümierte, hierbei neben den Inhalten und Methoden der 29 Vorgängerbände nicht zuletzt auch den Band Nr. 30 aus wissenschaftlicher Sicht betrachtete.

 

Wie haben die Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe an- und wahrgenommen, über Texte von Gleichaltrigen zu schreiben?

Schwierig war das Verteilen der 29 „Autorenpatenschaftsbücher“ – wer liest und rezensiert welchen Band, welchen Text? Wen spricht was an? Da waren etliche Einführungs- und Diskussionsrunde notwendig. Aber als diese Hürde genommen war – und nicht nur 1 oder 2 oder 3, sondern tatsächlich alle bislang publizierten (Nr. 1-25) sowie die 4 weiteren Bände, die in diesem Jahr entstanden (Nr. 26-29) fast in Echtzeit des Entstehens – in status nascendi sozusagen – bei den jungen Rezensenten „angekommen“ waren, lief die (Gruppen)Arbeit so gut wie von selbst. Manche Teilnehmer rezensierten dann sogar mehrere Bücher, so dass im Band 30 längst nicht alles, was in den Rezensions-Werkstätten entstand, enthalten sein kann. Diese Texte werden jedoch im Archiv für Kindertexte präsent sein.

 

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher der Abschlussveranstaltung am 9. Dezember in Wittenberg – kann man noch kurzfristig teilnehmen?

Ja, kann man! Hier das Programm:

Abschlussveranstaltung „Autorenbegegnungen – Literatur lesen und schreiben mit Profis“ des Bundesverbandes der Friedrich-Bödecker-Kreise im Rahmen von „Kultur macht stark . Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ort:                            Stiftung Luthergedenkstätten, Lutherhaus, Collegienstraße 54, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Termin:                    9. Dezember 2017, 15.00 Uhr

Begrüßung              Dr. Stefan Rhein, Direktor Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt

Grußwort                 Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt

Eröffnung                Kornelia Haugg, Abteilungsleiterin BMBF

Moderation            Bas Böttcher, Autorenpate, Berlin

Vorstellung des 5-Jahres-Projektes anhand des Autorenpatenschaftsbuches Nr. 30

                  Prof. Dr. Michael Ritter, Mitherausgeber, MLU Halle-Wittenberg

                  Jürgen Jankofsky, Projektleiter, Stellv. FBK-Bundesvorsitzender

Vertreter Lokaler Projektpartner aus 15 Bundesländern lesen Texte aus den jeweiligen Autorenpatenschaftsbüchern – Schreibende Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt stellen dazu ihre jeweiligen Rezensionen vor

 

Alle 30 Autorenpatenschaftsbücher erscheinen im Mitteldeutschen Verlag in einem Schuber, dieser wird am Ende der Veranstaltung an alle Beteiligten überreicht und auch für weitere Projektarbeiten zur Verfügung stehen.

 

Rückblick und Ausblick: Welches Resümee zieht der FBK aus den Bündnissen für Bildung, die im Rahmen von „Kultur macht stark“ die Autorenpatenschaften umgesetzt haben?

Für die Gesellschaft – „die Welt der Erwachsenen“ – besteht durch ehrliche Texte wie die in den „Autorenpatenschaftsbüchern“ von Schülern vorgelegten eine einzigartige Möglichkeit in das Denken und Fühlen der kommenden Generation vorzudringen und so eigene Verhaltens- und Denkweisen, ja, gesellschaftliche Entwicklungen generell zu diskutieren und zu überprüfen. Dies ist ein Schatz, der nicht in der einen oder anderen (Bildungs)Schublade abgelegt werden darf, ein Schatz, der nicht (Denk)Schemata bedient, sondern durchaus zu neuen Denkweisen anregen kann.

Wäre es beispielsweise vorstellbar, dass die Ergebnisse dieses fünfjährigen (Modell)Projekts zu Planungsgesprächen ermutigten, originelle Leseförderung, so vor allem das kreative Schreiben, Heranwachsenden kontinuierlich anzubieten? Entsprechend materiell und personell untersetzt durch geeignete Träger bundesweit? Und entsprechend unseres föderalen Systems sogar als (Wahl) Schulfach? Gekoppelt an eine zielgerichtete (Autoren)Gewinnung und (Lehrer)Ausbildung und -qualifizierung?

 

Ein Ausblick: Wie geht es mit den Autorenpatenschaften im Rahmen von „Kultur macht stark II“ ab 2018 weiter? Was bleibt gleich, was wird anders sein?

Ja, der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise wird auch bei „Kultur macht stark II“ dabei sein. Unsere neue Initiative „Wörterwelten. Autorenpatenschaften II – Literatur lesen und schreiben mit Autor*innen“ wurde von der Jury des BMBF zur Durchführung ausgewählt und wir werden ab 1.1.2018 mit 21 Ganzjahresprojekten starten. Dazu gibt es nun bei uns weitere Module, die auch eine Halbjahres-Projektdauer und Ferien- und Wochenend-Aktivitären ermöglichen. Zudem werden wir erstmals auch Kindertagesstätten, also Vorschulkinder, einbeziehen.

 

Weitere Informationen

http://www.boedecker-buendnisse.de/

Buch Autorenpatenschaften Nr. 30 http://www.boedecker-buendnisse.de/mediapool/140/1409567/data/Autoren_Schluss_ORIGINAL_ML_NEU_1_.pdf

Zum Projekt http://www.boedecker-buendnisse.de/sachsen-anhalt-3.html

 

Autorenpatenschaften-Bücher im Mitteldeutschen Verlag http://www.mitteldeutscherverlag.de/component/virtuemart/search?keyword=autorenpatenschaften&limitstart=0&option=com_virtuemart&view=category&virtuemart_category_id=0

 

 

 

Offener Brief der Friedrich-Bödecker-Kreise an die Stiftung Lesen zur Einladung von AfD-Politikern zum Bundesweiten Vorlesetag (31.08.2017)

Trier und Magdeburg, 31.08.2017

Sehr geehrter Herr Dr. Maas,

mit großer Verwunderung haben die Friedrich-Bödecker-Kreise die Einladung der Stiftung Lesen von AfD-Politikern zum Bundesweiten Vorlesetag zur Kenntnis genommen. Wir halten die Einladung für falsch und fordern die Stiftung Lesen auf, diese Einladungen zurück zu nehmen. Unser Standpunkt ist ganz klar und findet seinen Ausdruck in der „Gemeinsamen Erklärung des PEN-Zentrums Deutschland, des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di und des Bundesverbandes der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. vom 28. April 2017“

„Das PEN-Zentrum Deutschland, der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK) wenden sich gegen nationalistische Bewegungen, insbesondere gegen Positionen, wie sie AfD, Pegida und ähnliche Gruppierungen vertreten. Derartige politische Formationen stehen den Grundüberzeugungen des PEN, des VS und des FBK – Freiheit, Solidarität in sozialen Fragen, Toleranz – diametral entgegen. Der PEN, der VS und der FBK sind der Auffassung, dass sich solche Bewegungen gegen den Kernbestand demokratischer und toleranter Grundordnungen richten und Pluralität sowie Meinungsfreiheit gefährden. (…)

Das PEN-Zentrum Deutschland, der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und die Friedrich-Bödecker-Kreise treten ein für die in Deutschland bestehende, der sozialen Realität entsprechende pluralistische und kulturell vielfältige Gesellschaft. Eine erzwungene nationalistische Verengung wäre nicht nur bevormundend, sondern würde spalterisch wirken und den inneren Frieden unmittelbar gefährden.

Das PEN-Zentrum Deutschland, der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und die Friedrich-Bödecker-Kreise setzen sich mit Nachdruck für Toleranz und die Freiheit des Wortes ein. Entsprechend erachten sie es als ihre Pflicht, die Stimme gegen solche Bewegungen zu erheben, die sich dezidiert gegen Toleranz und Freiheit richten.“

Sehr geehrter Herr Dr. Maas, die Stiftung Lesen und die Friedrich-Bödecker-Kreise sind seit Jahrzehnten strukturell und persönlich eng miteinander verbunden und setzen sich sehr erfolgreich für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen ein, nicht zuletzt in unserer aktiven Mitarbeit im Stifterrat der Stiftung. In der gemeinsamen Erklärung von Stiftung Lesen, Deutsche Bahn Stiftung und DIE ZEIT wird die Verantwortung für die Durchführung des bundesweiten Vorlesetages jetzt auf die Veranstalter vor Ort verlagert. Dies ist keine Lösung, denn wir wissen sehr genau, dass es ein Leichtes ist, unsere gemeinsamen Grundsätze einer offenen, pluralistischen, toleranten und demokratischen Literaturvermittlung durch taktische Maßnahmen zu unterlaufen. Wir fordern die Stiftung Lesen deshalb auf, die Einladungen an die Mandatsträger der AfD zurückzuziehen und dafür zu sorgen, dass der bundesweite Vorlesetag bei der Auswahl der Vorleser und der Auswahl der vorzulesenden Literatur höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen

Malte Blümke, Bundesvorsitzender der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. 

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Kultur bildet. Das Portal für kulturelle Bildung (28.08.2017)

Projekt der Woche #182: "Flieg, mein Pinguin, flieg!"

"Flieg, mein Pinguin, flieg!" ist der Titel der Autorenpatenschaft zwischen der Autorin Hanna Jansen und dem Jugendtreff Ehrang-Quint, dem Friedrich-Spee-Gymnasium Trier und dem Friedrich-Bödecker-Kreis. In einer Schreib- und Bilderbuchwerkstatt haben achtzig Kinder aus Trier die Kaiserpinguine aus der Antarktis fliegen lassen. Vor den Sommerferien gestalteten die Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek des Friedrich-Spee-Gymnasiums Trier bei einer Schreibwerkstatt mit der Patenautorin Hanna Jansen und einer Bilderbuchwerkstatt mit der Illustratorin Gisela Kalow gemeinsam ein Buchprojekt. Das Projekt findet im Rahmen der Initiative "Autorenpatenschaften – Literatur lesen und schreiben mit Profis" statt, die vom Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. als Programmpartner des Programms "Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung umgesetzt werden.

Malte Blümke, Vorsitzender des Bundesverbands der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. und Projektleiter von „Flieg, mein Pinguin, flieg!“ wurde von „Kultur-bildet.“-Redakteurin Ulrike Plüschke befragt.

Ulrike Plüschke: Herrr Blümke, bevor wir auf das konkrete Projekt zu sprechen kommen, möchte ich Sie bitten, kurz die Ziele der Friedrich-Bödecker-Kreise vorzustellen und einzuordnen, welche Rolle dabei die Initiative „Autorenpatenschaften“ einnimmt.

Malte Blümke:  Mit ihren rund 500 Kinder- und Jugendbuchautoren führen die Friedrich-Bödecker-Kreise bundesweit rund 6000 Autorenbegegnungen für Kinder und Jugendliche durch. Autorenbegegnungen sind nach unseren Vorstellungen mehr als nur Lesungen, denn durch sie kommt es zu einem intensiven Kontakt und Gesprächen zwischen den Kindern und Jugendlichen und den Autorinnen und Autoren. Durch die persönliche Begegnung mit einem Autor oder einer Autorin können Kinder und Jugendliche eine ganz neue Beziehung zum Lesen und zur Literatur herstellen. Im Gespräch über die in den Büchern dargestellten Themen, die immer mit den Erfahrungen und Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen zu tun haben, lässt sich erfolgreich die Motivation für das Lesen stärken. Die Lesemotivation ist die Energiequelle für das Lesen. Die Förderung der Lesekompetenz ist der Königsweg der Medienpädagogik. Die damit einhergehende Lesesozialisation ist unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen Bildung.

Das erfolgreiche Prinzip Literatur live aus den Autorenbegegnungen haben wir mit unseren Autorenpatenschaften aufgenommen. Von 2013 bis 2017 führen die Friedrich-Bödecker-Kreise im Rahmen des Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung  „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ 30 Autorenpatenschaften durch, in denen professionelle Kinder- und Jugendbuchautoren Kinder und Jugendliche durch Schreibwerkstätten an das Lesen und Schreiben von literarischen Texten heranführen.

Kommen wir nun zu „Flieg, mein Pinguin flieg!“ – wie sieht im konkreten Fall eine solche Autorenpatenschaft aus? Welche Projektetappen durchlaufen die Schülerinnen und Schüler mit der Autorin Hanna Jansen und der Illustratorin Gisela Kalow während des Projekts?

Unsere Patenautorin Hanna Jansen hat mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Jugendtreff Ehrang-Quint, dem Friedrich-Spee-Gymnasium und den Grundschulen Biewer, Ehrang und Quint zu Beginn des Projektes gemeinsam das Thema „Flieg, mein Pinguin, flieg!“ ausgewählt. In gemeinsamen und individuellen Schreibprozessen haben die Kinder das Unmögliche möglich gemacht, sind buchstäblich beflügelt worden. In sich stetig weiter entwickelnden Werkstattphasen haben die Kinder mit großer Begeisterung Wörterteppiche geknüpft, Impressionen zu Bildern aufgeschrieben und schließlich sehr überzeugende, innovative und originelle freie Geschichten und Gedichte produziert. In einer späteren Projektphase ist die Illustratorin Gisela Kalow dazu gekommen und hat die Pinguin-Texte und Themen in gemeinsamen und individuellen Bildern umgesetzt. Die Autoren Martin Ebbertz und Uschi Flacke haben das Autorenteam ergänzt und mit den Kindern und Jugendlichen Kurzgeschichten und Rap-Songs geschrieben und komponiert. Dass die Texte, Lieder, Bilder und Fotos dann Eingang finden werden in das gemeinsame Bündnis-Buch und in einem großen Lesefest im Kurfürstlichen Palais in Trier unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer vorgestellt werden, hat den Eifer und die Freude am Schreiben und Malen zusätzlich gestärkt.

Wie ist das Feedback der Beteiligten?

Aus diesem Projekt gehen alle Beteiligten mit großer Freude und Begeisterung beflügelt hervor. Die Kultur hat uns alle stark gemacht. Wir sind sicher, dass der Funke der Begeisterung auch auf die Leserinnen und Leser unseres Bündnis-Buches überspringen wird.

Wo können Interessierte das im Projekt entstehende Buch und weitere Bündnis-Bücher der anderen Autorenpatenschaften erhalten?

Die Autorenpatenschaften-Bücher werden vom Mitteldeutschen Verlag herausgegeben - bislang sind es schon 25! Die Ergebnisse von "Flieg, mein Pinguin, flieg!" erscheinen im Herbst 2017.

Was verändert sich durch eine solche Projektarbeit für die beteiligten Schulen und den Jugendtreff? Gibt es Tendenzen, Autorenpatenschaften wie diese auch über die eigentliche Projektdauer von einem Jahr nachhaltig fortzuführen?

Unser Pinguin-Bündnis ist eingebettet in Autorenpatenschaften, die wir schon seit 2013 in den Trierer Stadtteilen Ehrang, Quint und Biewer durchführen. Bei allen Bündnisprojekten werden die Kinder und Jugendlichen durch Angebote der Lese- und Schreibförderung stark gemacht, sie können ihre eigene kreative Energie entdecken, entwickeln und entfalten und schöpferisch umsetzen. Die Zielgruppe, die durch das Bildungsbündnis erreicht werden soll, ist sehr heterogen, dies gilt sowohl für die soziale und kulturelle Herkunft, die besuchten Schulen und das Alter. Diese Heterogenität ist Programm und Herausforderung zugleich. Die Bilanz nach fünf Jahren Projektarbeit zeigt, dass das Trierer Bildungsbündnis und auch die anderen Bündnisse in den Bundesländern sehr vielfältige und erfolgreiche Wege gefunden haben, um die kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Durch das Bildungsbündnis können die Lese- und Literaturprojekte der Bündnispartner auf eine breitere Grundlage gestellt werden. Zwischen den Bündnispartnern hat sich ein intensives Netzwerk gebildet, das sicherlich zu neuen Ideen und Projekten der Zusammenarbeit führen wird. Das Bildungsbündnis ist aus der Bildungs- und Kulturlandschaft vor Ort nicht mehr wegzudenken. Es wird zusätzlich unterstützt durch das Quartiersmanagement der Stadt Trier, der Nikolaus Koch Stiftung und dem Land Rheinland-Pfalz.

Die Friedrich-Bödecker-Kreise haben sich mit ihrem neuen Projekt „Wörterwelten. Autorenpatenschaften“ erfolgreich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Fortführung des Projektes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung. 2018 bis 2022“ mit 270 geplanten Maßnahmen beworben und werden die Bündnisse qualitativ und quantitativ weiter entwickeln und freuen sich schon auf Literatur live in zahlreichen Bildungsbündnissen in allen Bundesländern.

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Mitgliederversammlung 2017 (19.-21.05.2017)

Mitgliederversammlung 2017: Nordsee-Zeitung vom 26.05.2017

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Gemeinsame Erklärung (28.04.2017)

Gemeinsame Erklärung des PEN-Zentrum Deutschland, des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und des Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK)